Ich bin eine waschechte Bikerin!

NUR WER HAT, DER KANN…

Ist schon komisch. Wir Deutschen sind stets auf Sicherheit bedacht. Dennoch darf ich, obwohl ich das noch nie gemacht habe, mit dem Auto-Führerschein auch Roller fahren.

„Have you done this before?“
„Of course I have…“

Zumindest bereite ich mich vor. Wer braucht schon Fahrlehrer, wenn es YouTube gibt. 😉 Ich glaube Laura traut meinen Fahrkünsten nicht wirklich über den Weg (ich mir auch nicht), dennoch ist sie mutig genug, sich hinter mich zu setzen (Respekt!). Na dann kann es ja losgehen… Auf die Plätze…. fertig…und los gehts!

Gott sei Dank, gibt es hier nicht so viele Verkehrsregeln, zumindest sagt das mein Gefühl. Frei nach dem Motto: Wer als Erster kommt, mahlt zuerst. Zwei Mal bringe ich die anderen Verkehrsteilnehmer dann doch etwas aus dem Konzept, als ich kurzzeitig zum Geisterfahrer mutiere. Nebenbei bemerkt finde ich, dafür dass ich keinen Linksverkehr gewohnt bin, ist das ganz akzeptabel. 😀

Nach einer fünfzehnminütigen Fahrt kriegen wir uns vor Lachen nicht mehr ein. Denn plötzlich fängt es in Strömen an zu regnen. Die Straßen gleichen einem Wildwasserfluss und erinnern mich ein bisschen an die Wild River (Wild Water) Rutsche in der Therme Erding. Das Gute: Wir sind jetzt scheinbar die Einzigen, die noch unterwegs sind. Also, freie Fahrt voraus!

Pitschnass bis auf die Unterwäsche suchen wir kurze Zeit später dann doch das nächste Restaurant auf. Die Vernunft hat gesiegt! Wir gönnen uns jeder einen Pineapple-Shake (alkoholfrei natürlich!) und entscheiden, nach dem Regen weiter zu fahren. Schließlich wollen wir die Zeit mit dem Roller voll ausnutzen.

Wir dachten, wir machen uns einfach auf den Weg gen Süden.. ok „einfach“ ist nicht ganz richtig für zwei orientierungslose Mädels in einem fremden Land ohne lesbare Verkehrsschilder… Aber wie immer kann man sich auf die moderne Technik verlassen: Vielen Dank an die Betreiber der GPS Navigation by Scout- ohne die App wären wir aufgeschmissen gewesen.

Am Ziel angekommen, haben wir eine wunderschöne Aussicht. Weil es so gut läuft, fahren wir anschließend an die südliche Spitze Phukets (Rawai) weiter und treffen auf einen traumhaften ewig langen Steg.

Mittlerweile ist es dunkel. „Zu Hause“ sind wir innerhalb von etwa 20 Minuten. Wohlgemerkt, für den Hinweg haben wir vermutlich die dreifache Zeit benötigt…


Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Gefahrene Kilometer: ca. 40 km inkl. Umwege
Verfahren und umgekehrt: ca. 10 Mal
Falsche Spur: 2 Mal
Unfall: 0!
Spaßfaktor (von 0 – 10): Definitiv 10!


Meinen Pass bekomme ich am nächsten Tag zurück. Fast schade, dass ich schon einen Führerschein habe, nach dem Tag, hätte ich definitiv einen verdient…

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