Unterwasser…

MEINE ERSTEN ERKUNDUNGEN…

IMG_1774.JPG

Ich habe mich spontan überreden lassen, einen Tauchkurs zu machen. Dieser dauert drei bis vier Tage und am Ende dessen erhält man ein Zertifikat. So weit so gut.

Bei meiner Anmeldung habe ich gestern einen 250 Seiten dicken Wälzer in die Hand bekommen. „Lies bitte bis morgen Kapitel 1 und 2“. Ok, damit hatte ich jetzt nicht gerechnet. 115 Seiten, bestehend aus Begriffen, die ich zuvor noch nie gehört habe und sehr viel Physik. Zum Glück war Physik in der Schule eines meiner Lieblingsfächer (Nope, natürlich nicht!!). Hätte ich gewusst, dass ich so viel lernen muss, hätte ich mir das Ganze noch einmal überlegt. Ich fühle mich 10 Jahre (zugegeben, der Physikunterricht ist schon etwas länger her) zurückversetzt. Nur damit ihr besser versteht, was ich meine:

 „Wenn du 6 Liter Luft von der Oberfläche in eine Tiefe von 20 Metern bringst, beträgt das Volumen dort wie viel Liter?“

„Was ist ein BCD?“

„Aus welchen fünf Komponenten besteht ein Atemregler und welche Funktion haben diese jeweils?

(Das ist natürlich nur ein Auszug)

Zumindest habe ich ein deutsches Handbuch bekommen, sonst würde ich nur Bahnhof verstehen. Der Kurs ist dann aber in Englisch, of course.

Neben mir, sind da ein Pärchen aus Kanada, unser Tauchlehrer Marcello aus Brasilien sowie Dave, ein Tauchlehrer-Anwärter aus Australien. Eine kleine gemütliche Runde also. Nach der Theorie gehts erst einmal zum Schnorcheln. Das erste Mal für mich! Ich muss zugeben, ich hätte mich auch schon damit zufrieden gegeben.

So viele „Fischies“ 
(Ina, die Formulierung ist extra für dich! 😉 )

Nach der Mittagspause geht es schon ans Eingemachte. Neo an, Brille auf, Flossen in die Hand und das/ die/ der (whatever) BCD auf den Rücken geschnallt. Mit gefühlten 100 Kilo auf den Rücken stampfen wir zwischen den Sonnenanbetern, die uns regelrecht anstarren, langsam ins  Meer.

Dort wo wir gerade noch stehen können, wenden wir nun die gelernte Theorie in der Praxis an: Handzeichen lernen, Auf- und Abtauschen, Atmungsmaske abnehmen, etc. Nachdem wir die Basics drauf haben, geht es auch schon in tiefere Gefilde. Fischis sehe ich jetzt nicht mehr so viele, was vermutlich an meiner gesteigerten Konzentration für all die neuen Eindrücke und der aufkommenden Dunkelheit liegt.

 

/* Achtung, dieser Abschnitt ist nur für diejenigen, die sich keine Sorgen um mich machen.

Eine Übung, die sich bei mir am heutigen Tag zur Unbeliebtesten macht, ist die, absichtlich Wasser in die Brille zu lassen und dieses dann wieder herauszulassen. Klingt einfach, ist es auch eigentlich. Für 5 Sekunden gerate ich in Panik und denke, ich werde jeden Moment sterben. Das ist natürlich total übertrieben, weil ich jederzeit an die Oberfläche zurück schwimmen kann. Laut Theorie hätte ich ruhig weiter atmen sollen. Ich allerdings zeige Marcello schnell, dass ich gleich abkratze und schwimme zurück an die Oberfläche. Marcello fand das gar nicht lustig (was er natürlich nicht zugibt) und taucht mit mir auf. Draußen regnet es derweil schon wieder in Strömen, was wir da unten gar nicht mitbekommen haben. Ein paar Sekunden später, ist alles wieder gut und wir tauchen gemeinsam langsam hinab. Doch sind nun die anderen weg und wir können sie nicht mehr finden…. Nach einer Minute steigen wir wieder auf und tadaaa, da sehe ich die anderen drei. Wir schwimmen hin und tauchen gemeinsam wieder ab und langsam zurück zum Strand.

Das Gute an meiner Panikattacke: Ich habe dem Ganzen noch ein bisschen mehr Action verpasst. Einfach nur tauchen und ein bisschen Fischis beobachten, wäre doch langweilig 😛

*/

Alles in allem macht es wahnsinnig viel Spaß. Ich fühle mich währenddessen irgendwie frei… genauso wie auf dem Video, welches ich auf dem Heimweg mache (auch, wenn ich super fertig aussehe, geht es mir bestens):

Eine Antwort auf „Unterwasser…

  1. 🙂 Mir ging es mit dem Physikteil in der Theorie genau so 🙂 Ist dann aber im Endeffekt halb so wild, versprochen! Vor allem ist es das Lernen wirklich wert wenn man dann die ersten richtigen Täuchgänge macht. Das BCD heißt hier Jacket oder Tarierweste, ist etwas verständlicher… Das Tarieren wird dann auch noch spaßig wenn man es übt – ein lustiges auf und nieder immer wieder 😀
    Bin gespannt wie dir die nächsten Tauchgänge gefallen!
    Ganz liebe Grüße aus dem eiskalten München!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s