Mein Job bei Shotoverjet

MOMENTE FÜR DIE EWIGKEIT

Bist du eigentlich noch bei diesem Boot-Dings?

Jap, ich arbeite seit 9 Monaten (verrückt! Ich kann es selbst kaum glauben) in einem Unternehmen, was Schnellboot-Fahrten in einer Schlucht anbietet – so würde ich es mal wage übersetzen…

Was genau ich da mache? Boot fahren. Ähhhh, ok – nicht ganz! Natürlich habe ich die wichtigste Aufgabe – neben dem Bootsfahrer, das ist klar: Ich halte alles für Social Media & Co. fest. Grob gesagt: Ich mache Fotos & Videos, bearbeite sie und bringe sie an den Mann oder/ und die Frau. Und sind wir mal ehrlich, das ist eine nicht ganz unwichtige Aufgabe, denn die Meisten machen solche Dinge doch hauptsächlich, um es auf Facebook, Instagram & Co zu posten.

Ab und zu spring ich dann aber schon mal rein – also ins Boot. Das Wasser ist dann doch zu kalt zu der Jahreszeit.

 

How is it going?

HÄNGEN GEBLIEBEN IN NEUSEELAND

Hey guys, how is it going? How are you? Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mich über diese für mich sinnfreien Fragen noch aufgeregt, heute sage ich sie jeden Tag…

Wie es mir geht? Blendend! 

Mein Haus.

meinhaus
Zugegeben, nicht Meins – wäre auch zu schön…

 

Mein Auto.

meinauto
Oder besser gesagt, ein Teil davon. Die Landschaft ist dann doch schöner…

 

Mein Board. 

auchmeinboard
Und naja , hier bin nur ich im Schnee, mein Board wartet hinter der Kamera…

 

Ich bin irgendwie in Neuseeland hängen geblieben. Mit einem Rucksack im Handgepäck bin ich hier am 5. August 2017 in Queenstown angekommen. Ich hatte keine großen Erwartungen. Nur eins: Auspacken und für ein Weile nicht mehr einpacken müssen. Und eins kann ich verraten: Das hat sehr gut geklappt. 

Ich besitze mittlerweile ein bisschen mehr als nur ein Handgepäckstück. Wenn ich Neuseeland verlassen muss, bin ich am Arsch! Was kann ich mitnehmen und was muss bleiben? Darüber habe ich mir in den letzten Wochen und Monaten sehr viele Gedanken gemacht. Mein Work & Travel Visum gilt für ein Jahr – 365 Tage. Die habe ich bereits überschritten – und bin immer noch hier! Gott sei Dank! 

Diese eine Entscheidung hat mich verdammt viele Nerven gekostet. Soll ich bleiben? Soll ich gehen? Wie kann ich bleiben? Wohin soll ich gehen? Habe ich noch genug Zeit oder werde ich rausgeschmissen? Eine Achterbahn der Gefühle! Erste Reihe!

Ich könnte einen ganzen Blog-Beitrag nur über diesen Entscheidungs-Prozess schreiben. Einige wissen, wovon ich spreche. Sorry! Sorry für die Zeit, in denen ich euch so viele Nerven geraubt habe.

ABER: Alea iacta es – ich weiß nicht mehr viel von meinem Schul-Latein, aber dass die Würfel gefallen sind, das weiß ich… Und das ist auch gut so. Mit meinem neuen Visum in der Tasche kann ich mich morgen wieder in mein Snowboard-Outfit schmeißen und den Winter in Neuseeland so richtig auskosten.

Heute sind es schon 577 Tage…  Ja, ich zähle immer noch, auch wenn ich schon seit über einem Jahr meine Sachen nicht mehr gepackt habe. Ok, das ist gelogen, aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr…

 

365 Tage…

9 LÄNDER, 25 STEMPEL UND UM DIE 365 INSTAGRAM-BILDER

Ich weiß gar nicht, ob ich “365 Tage schon” oder “erst” sagen soll… Die Tage vergehen wie im Flug und ich habe so viel erlebt, wie ich wahrscheinlich in meinem ganzen bisherigen Leben nicht erlebt habe.

Genau vor einem Jahr, am 17. Januar 2017 bin ich in Dresden am Flughafen gestartet. Ich habe mir geschworen beim Abschied nicht zu weinen. Und tatsächlich habe ich es bis zur Sicherheitskontrolle geschafft, ohne nur eine Träne zu vergießen.. Man, war ich stolz auf mich!!! Am Gate habe ich mir ein ruhiges Plätzchen gesucht und plötzlich sehe ich gegenüber meine Mu und meine Schwester hinter einer Glasscheibe stehen… Didimmmm…

IMG_3304.JPG#tränenmeer #endstation #neuseeland #lieblingsplatz #waswillichmeer #sunsetwatching

Aus Thailand, Malaysia, Indonesien, Neuseeland, Südafrika, Argentinien, Brazilien, Mexiko und Australien wurde (bis jetzt) Thailand, Laos,Vietnam, Indien, Nepal, Südafrika, Lesotho, wieder zurück nach Südafrika, Indonesien und Neuseeland.  Auch neun Länder, nur eben Andere… War ja klar, dass sich meine Route ändern wird – genauso wie die geplante Länge meiner Reise. “Weihnachten bin ich wieder zurück…”. Hatte ich gesagt, welches Jahr?!

DeFinItIV dIe bEsTe EnTscHeIduNG meINes LeBenS!!!

Vom Wein zum Bier…

ZWEI TAGE, GEWINNEN, GENIEßEN, VERKOSTEN & VERLIEREN…

Als ich das letzte Mal in Dunedin war, hat es geschifft wie aus Kannen… Dieses Mal bin ich bin weniger draußen unterwegs – ein bisschen Sightseeing natürlich, ein Casinobesuch und zwei Brauereibesichtigungen.

Nachdem ich nun Tag für Tag im Casino arbeite, wollte ich zumindest einmal selbst die Erfahrung machen.

Sicherheitshalber setze ich mir ein Budget: $ 50! Nachdem ich diese schon in der ersten halben Stunde verliere und es langweilig ist, nur anderen dabei zuzusehen die Chips auf dem Roulette-Tisch zu verteilen, setze ich erneute $ 10 und nochmal $ 20. Am Ende gehe ich mit $ 30 nach Hause ( Die erstem $ 50 habe ich verloren). Mein Fazit?

Als ich die ersten $ 50 verloren habe, wollte ich diese um jeden Preis wieder zurück gewinnen. Die Zeit ist schnell vergessen, ein bisschen Verzweiflung und natürlich Neid, wenn die Person neben dir, sich vor Chips kaum retten kann. Wenn man einmal gewinnt, will man immer mehr und mehr und weiß nicht, wann aufzuhören – das habe ich mir sagen lasse, hier spreche ich nicht aus eigener Erfahrung 😉  Vom Geld mal abgesehen, macht es Spaß ein bisschen zu „pokern“.

„Wie? Du bist Deutsche und trinkst kein Bier? Wie ist das möglich?“

Am nächsten Tag gehts auf Bierverkostung – generell ja nicht so mein Fall. Aber nachdem ich ja schon im Erdinger Weißbräu war, ist es ein guter Vergleich. Übrigens: ein paar Inhaltsstoffe sind aus Deutschland importiert…

 

 

P.S.: Ich habe mich jetzt mehr auf das Lotto spielen konzentriert – ein Versuch ist’s wert… Ich gebe nicht auf – frei nach dem Motto: Vom Tellerwäscher zum Millionär…

Eine Bootsfahrt, die ist lustig

… EINE BOOTSFAHRT, DIE IST SCHÖN…

Spontan habe ich mich überreden lassen, auf die Earnslaw zu steigen…

Rein ins Boot und direkt zur Bar – nur ein kleines Sektchen zum Anstoßen. Getränke zum Mittagsbuffet? Teilen wir uns doch eine Flasche Wein. Auf dem Rückweg gönnen wir uns noch ein Piccolöchen.

Und was machen wir jetzt? Es ist ein wunderschöner Tag, die Sonne scheint, lass uns doch in die Sonne setzen. Auf der Dachterrasse chillend, bestellen wir noch ein/zwei Gläschen Wein. Danach gehts ins Casino – hier gibt’s Wein for free. Schwups kommt eine Einladung zu einer Hausparty reingeflattert – bringen wir besser eine Flasche Wein mit und naja, die Hausparty wird in die nächste Bar verlagert, bestellen wir doch ein Gläschen Wein…

An das Ende des Abends kann ich mich nur noch wage erinnern… Ich weiß nur, Wein brauche ich heute erst einmal nicht mehr…

 

P.S.: Etwas wirklich Wissenswertes zur Bootsfahrt: Die Earnslaw ist ein 1912 erbautes Dampfschiff, das heute noch den Lake Wakatipu in Neuseeland befährt. Das Schiff ist eine touristische Sehenswürdigkeit und der einzige noch kommerziell betriebene kohlebefeuerte Passagierdampfer der Südhalbkugel. (Wikipedia)

500 Kilometer, nur um…

… SHOPPEN ZU GEHEN…

Manchmal rappelt’s mich und mir kommt eine ganz besonders blöde Idee in den Sinn… Als ich das erste Mal in Christchurch war, um mein Auto zu kaufen, war H&M gerade im Aufbau. Mittlerweile ist es eröööööfneeeeettttt! *Korkenknall* (Es gibt nur zwei H&Ms in ganz Neuseeland, von einem Onlineshop träumen die Kiwis noch)

Verrückt, aber geil!

Ich packe meinen Rucksack, hocke mich ins Auto, drehe die Musik auf, hole mein Dauergrinsen heraus und los gehts! Einen Teil der Strecke kenne ich bereits vom letzten Roadtrip. Trotzdem staune ich wieder und wieder über die Schönheit dieses Landes.

Shoppingtrip

Nach meinem Shoppingbummel (viel habe ich nicht gekauft) am nächsten Tag, fahre ich weiter ins 360 Kilometer entfernte Dunedin. Es regnet wie Hölle, die Schönheit der Gegend will ich mir trotzdem nicht entgehen lassen und fahre zum Royal Albatros Center. Es ist arschkalt, pisst wie sau und die Sicht nicht wirklich gut. Nach ein paar Fotos und einer heißen Schoki breche ich auf – zurück nach Hause, Queenstown. Die Arbeit ruft…

 

Snowboard 4 Life…

ES KOMMT IMMER ANDERS ALS MAN DENKT…

Schneebeckt

Erst im Januar habe ich mich feierlich mit den Worten: „ein Jahr Pause.“ vom Schnee verabschiedet. Ich hätte vor meinem Trip aber besser mal die Jahreszeiten checken sollen, denn hier ist wie auch in Südafrika gerade Winter – der Unterschied ist nur: Hier liegt Schneeeeeee!

JUHU! Ich freue mich schon riesig, endlich zu sehen, wie die Pisten in Neuseeland sind. Das Equipment bekomme ich von meinem Mitbewohner und seinem Freund Adam. Schuhgröße 45 fülle ich mit drei paar dicken Skisocken aus und das Board, naja – ist halt ein bisschen größer als üblich – aber einem geschenkten Gaul… ihr wisst schon…

Es schneit ohne Pause, die Sicht ist gleich Null und meine Orientierungslosigkeit ist nicht gerade hilfreich. Nach etwa zwei Stunden bleibe ich abseits der Piste stecken und muss abschnallen. Ich kann gar nicht so schnell gucken, wie das Snowboard den Hang hinunter fährt – ohne mich! Fuck! Adam, von dem ich das Board habe, schnellt hinterher. Vom Lift aus, rufen mir die Anderen zu, dass das Board im See gelandet und gebrochen sei und auch sowas wie: „You owe your friend a blowjob for rescueing your board“ (Das übersetze ich jetzt nicht…)! See? Gebrochen? Fuck! Ich flitze hinterher und bleibe selbst im metertiefen Schnee stecken.

Eine Skifahrerin zieht mich glücklicherweise mit ihren Stöcken heraus. Zu Fuß laufe ich den Hang hinunter und darf mir unterwegs noch mehr idiotische Sprüche von Passanten anhören. Adam hat das Board gefunden und Halleluja, es ist nicht gebrochen! Ich spendiere ihm einen Kaffee und entschuldige mich gefühlte 5.000 Mal. Ich nehme es mit Humor, er kann nicht darüber lachen…

Ich weiß halt wie man sich Freunde macht…

P.S.: Sorry, Adam!