Ich flieg dann mal eben ein Auto kaufen…

MEIN ERSTER ROADTRIP IN NEUSEELAND…

Mit einem leichten Zucken in den Fingern fängt es an. Die ersten Entzugserscheinungen machen sich bemerkbar. Seit drei Wochen bin ich an nur einem Ort! Seit drei Wochen! Seit drei Wochen habe ich Queenstown bis auf einen Abstecher nach Glenorchy und Arrowtown nicht verlassen. Seit drei Wochen bin ich nicht mehr geflogen…

Kurzer Rückblick: An meinem ersten Tag in Queenstown lerne ich eine Französin kennen, deren Work & Travel Jahr gerade dem Ende zugeht. Von Queenstown aus macht sie ihren letzten Roadtrip entlang der Ostküste. In drei Wochen endet ihre Zeit in Neuseeland, genauer gesagt in Christchurch. Und warum erzähle ich euch das?

Die Vernünftigen existieren, die Unvernünftigen leben.

Ich nehme mir gleich in meiner ersten Arbeitswoche Urlaub und fliege spontan nach Christchurch, kaufe ihr Auto (das hässlichste Auto, was ich je besessen habe – aber an meinen Mini kommt eh nix ran *seufz* ), übernachte im Gefängnis, lerne Elif kennen und fahre mit ihr gemeinsam zurück nach Queenstown. Die Fahrt dauert 6 Stunden. Oder besser gesagt: vier Tage, wenn man alle 100 Meter anhält. Ich kann es mir leisten – denn mein Chef hat mir gleich vier Tage frei gegeben…

Die-Route

Nach drei Wochen sehe ich endlich Schafe in Neuseeland! 

Gemeinsam fahren wir wortwörtlich über Stock und Stein, durch Bäche und Flüsse, vorbei an Millionen von Schafen, Kühen, Rehen und ähnlichen Freiwild, spielen Tischtennis in mitten der Stadt, essen Kekse bis uns schlecht wird und folgen den Spuren der Herr der Ringe. Ich kann gar nicht beschreiben, wie traumhaft es hier ist.

Nach drei Wochen sehe ich endlich die „Fifty Shades of Green“ Neuseelands.

Es ist verdammt schade, dass du wieder zurück nach Australien gehst, Elif. Ich vermisse dich schon jetzt! Aber wie man so schön sagt: Man sieht sich immer zweimal im Leben… Mindestens!

Laos – unbekanntes Land zwischen China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar

…Berge ohne Schnee und Hitze ohne Strand…

Laos stand nun so gar nicht auf meinem Plan. Und um ehrlich zu sein, wusste ich bis vor Kurzem nicht einmal, wo Laos liegt. Aber das ist genau das, was das Reisen so besonders macht – Spontane Planänderungen, neue Orte, Reisebekanntschaften und das Unvorhersehbare.

Die Natur in Laos ist atemberaubend – schwer, das in Bildern festzuhalten. Zugegeben, ich habe Laos unterschätzt. Es ist mehr wert als nur ein Land zwischen Thailand und Vietnam. Ich muss mich entscheiden – und das jeden Tag. Was gibt es zum Frühstück? Was schaue ich als Erstes an? Wie komme ich dahin? Welches Restaurant ist am Besten? Party oder Chillen am Abend? Wo geht es als Nächstes hin?

Viel habe ich nicht gesehen, nur ein paar Örtchen im Norden. Mit dem Slowboat lande ich in Luang Prabang, wo ich drei Nächte bleibe. Anschließend geht’s nacht Vang Vieng für ebenfalls drei Nächte und aufgrund meiner nichtvorhandenen Vorbereitung mache ich noch einen Abstecher in die Hauptstadt Vientiane, um mein Visum für Vietnam zu beantragen.

Das Highlight meiner Reise durch Laos war neben dem Slowboot definitiv die Wanderung bzw. das Klettern (in Flipflops) auf einen Aussichtspunkt – keine Wegbeschreibung, mitten im Jungle, niemand hier außer ich und Jesse, meine Reisebegleitung…

…You never never know if you never never go…