500 Kilometer, nur um…

… SHOPPEN ZU GEHEN…

Manchmal rappelt’s mich und mir kommt eine ganz besonders blöde Idee in den Sinn… Als ich das erste Mal in Christchurch war, um mein Auto zu kaufen, war H&M gerade im Aufbau. Mittlerweile ist es eröööööfneeeeettttt! *Korkenknall* (Es gibt nur zwei H&Ms in ganz Neuseeland, von einem Onlineshop träumen die Kiwis noch)

Verrückt, aber geil!

Ich packe meinen Rucksack, hocke mich ins Auto, drehe die Musik auf, hole mein Dauergrinsen heraus und los gehts! Einen Teil der Strecke kenne ich bereits vom letzten Roadtrip. Trotzdem staune ich wieder und wieder über die Schönheit dieses Landes.

Shoppingtrip

Nach meinem Shoppingbummel (viel habe ich nicht gekauft) am nächsten Tag, fahre ich weiter ins 360 Kilometer entfernte Dunedin. Es regnet wie Hölle, die Schönheit der Gegend will ich mir trotzdem nicht entgehen lassen und fahre zum Royal Albatros Center. Es ist arschkalt, pisst wie sau und die Sicht nicht wirklich gut. Nach ein paar Fotos und einer heißen Schoki breche ich auf – zurück nach Hause, Queenstown. Die Arbeit ruft…

 

Kaaaaaapstaaaaaaadt!!!

Welcome

…WELCOME TO THE MOTHER CITY…

Rein in in den Luxus-Flieger  (By the way Qatar Airways kann ich absolut empfehlen und ist ganz oben auf meiner Liste, direkt nach Emirates. Ich habe ganz vergessen zu Schlafen bei der riesigen Filmauswahl) und ab auf den nächsten Kontinent! Nach insgesamt 24 Stunden begrüßt mich auch schon die “mother city“ (Mutterstadt) Cape Town (Kapstadt)…

Nachdem ich meine ersten beiden Tage in Kapstadt Schlaf nachgeholt habe, begebe ich mich auf erste Erkundungstour. Uuuunnnnd schon nach den ersten 150 Metern fragt mich eine Gruppe junger Mädchen, ob sie ein Foto mit mir haben können… und ich dachte das hat endlich ein Ende… In Südafrika bin ich nun wirklich nix Besonderes. Hier geben sich alle Nationen die Hand. Was solls…

12 Tage verbringe ich in Kapstadt und ich könnte noch mindestens 12 Tage dranhängen.. Kapstadt ist einfach genial.

Man kann hier unendlich viel unternehmen, sehr gut essen, lernt super einfach Leute kennen, kann Feiern bis zum Umfallen und aufgrund der noch sehr jungen Geschichte dieser Stadt/ dieses Landes gibt es so viel zu Bestaunen.

Hier kannst du an sogenannten Free Walking Touren (basieren auf Trinkgeld/Spenden-Basis, haben ihren Ursprung passender Weise in Berlin und gibt es mittlerweile in vielen Metropolen der Welt, was ich später erfahre) teilnehmen. Ich habe gleich drei Verschiedene mitgemacht. Die erste war mein Favorit:

The Apartheid to Freedom Tour: Warum sieht man hier so viele gut aussehende Blondinen? Warum sitzen in den Cafés und Restaurants nur Weiße, während die Schwarzen bedienen? Das ist schon irgendwie strange (zu dt.: seltsam)… Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert. Erst seit 1994 ist die Rassentrennung hier offiziell Geschichte, aber es ist noch ein langer Weg bis es auch tatsächlich Geschichte ist. In den Stadtzentren wohnen hauptsächlich die wohlhabenden “Weißen” und außerhalb in sogenannten Townships leben die “Schwarzen” in Blech- oder Holzhütten. Ich sollte an diese Bild von Indien gewöhnt sein, aber hier ist es irgendwie anders. In der “mother city” ist die Hautfarbe – also das Aussehen – ausschlaggebend.

“We all pee the same colour.”
(Zitat aus “Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen”. Den Film habe ich mir im Flieger auf dem Weg nach Südafrika angesehen, sehr zu empfehlen und das Zitat irgendwie treffend.)