Vom Wein zum Bier…

ZWEI TAGE, GEWINNEN, GENIEßEN, VERKOSTEN & VERLIEREN…

Als ich das letzte Mal in Dunedin war, hat es geschifft wie aus Kannen… Dieses Mal bin ich bin weniger draußen unterwegs – ein bisschen Sightseeing natürlich, ein Casinobesuch und zwei Brauereibesichtigungen.

Nachdem ich nun Tag für Tag im Casino arbeite, wollte ich zumindest einmal selbst die Erfahrung machen.

Sicherheitshalber setze ich mir ein Budget: $ 50! Nachdem ich diese schon in der ersten halben Stunde verliere und es langweilig ist, nur anderen dabei zuzusehen die Chips auf dem Roulette-Tisch zu verteilen, setze ich erneute $ 10 und nochmal $ 20. Am Ende gehe ich mit $ 30 nach Hause ( Die erstem $ 50 habe ich verloren). Mein Fazit?

Als ich die ersten $ 50 verloren habe, wollte ich diese um jeden Preis wieder zurück gewinnen. Die Zeit ist schnell vergessen, ein bisschen Verzweiflung und natürlich Neid, wenn die Person neben dir, sich vor Chips kaum retten kann. Wenn man einmal gewinnt, will man immer mehr und mehr und weiß nicht, wann aufzuhören – das habe ich mir sagen lasse, hier spreche ich nicht aus eigener Erfahrung 😉  Vom Geld mal abgesehen, macht es Spaß ein bisschen zu „pokern“.

„Wie? Du bist Deutsche und trinkst kein Bier? Wie ist das möglich?“

Am nächsten Tag gehts auf Bierverkostung – generell ja nicht so mein Fall. Aber nachdem ich ja schon im Erdinger Weißbräu war, ist es ein guter Vergleich. Übrigens: ein paar Inhaltsstoffe sind aus Deutschland importiert…

 

 

P.S.: Ich habe mich jetzt mehr auf das Lotto spielen konzentriert – ein Versuch ist’s wert… Ich gebe nicht auf – frei nach dem Motto: Vom Tellerwäscher zum Millionär…

Die Gardenroute

Gardenroute

… EINE SPONTANE WOHN- & FAHRGEMEINSCHAFT ZU DRITT …

Kurzer Hand überrede ich Bruce (kennengelernt in meinem zweiten Kapstadt-Hostel: Atlantic Point) und Vicki (kennengelernt in Low Budget Hostel Nr. 3 in der Long Street) gemeinsam einen Roadtrip entlang der Gardenroute zu machen. Zehn Tage (vom 13. – 22. Juni) geht es gemeinsam von Kapstadt Richtung Port Elizabeth.

Erster Stop ist in Gaansbay (direkt am Meer zwischen Hermanus und Mossel Bay). Das gute an der Nebensaison ist – wir haben ein ganzes Apartment nur für uns – mit Billiard-Tisch, Küche, zwei Badezimmern und das Beste, der Kamin ist gleichzeitig ein Grill – ja richtig – wir haben einen Steinofen-Grill im Wohnzimmer! Der Oberhammer, oder?!

…Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle…

Das Meer ist ein bisschen unruhig und wir müssen einen Tag länger auf unsere Tauchaktion warten. Kein Problem, wir fahren spontan an den wirklich südlichsten Punkt Afrikas – nein, das ist nicht das Kap der guten Hoffnung, sondern Cape Agulhas. Hier treffen der Indische – und der Atlantische Ozean aufeinander – schon irgendwie beeindruckend! Bis auf zwei andere Touristen, ist hier weit und breit niemand zu sehen.

Neuer Tag – neues Glück! Heute gehe ich auf Knutschkurs mit einem ganz besonderen Freund…

“GO DOWN!!! NOW!!!” Ich war noch gar nicht bereit, so ein Stress! Ähhh – ok – Luft holen, anhalten und abtauchen – kaum unter Wasser kommt ein Hai direkt auf mich zu geschwommen! Ich konnte sie alle sehen – bis zum letzten Backenzahn. Die Kamera in der Hand vergesse ich glatt meinen Zeigefinger Richtung Auslöser zu bewegen! Fuck – das war Wahnsinn! Total überwältigt, weiß ich gar nicht, ob ich noch einmal abtauschen will… Ok, nicht zu viel darüber nachdenken, einfach machen – Luft holen, anhalten und abtauchen. Die nächsten Male kann ich neben dem Kopf auch den ganzen Körper der Haie begutachten – sie schwimmen ganz lässig am Käfig vorbei. Ich kann ein bisschen mehr entspannen, wobei ich nicht genau weiß – wohin eigentlich mit meinen Armen und Beinen…

nur ein Stück außerhalb vom Käfig und meine erste Bekanntschaft verspeist mich zum Mittagessen…

Den genialen Indoor-Grill lasse ich schweren Herzens hinter mir (wäre ich allein unterwegs, hätte ich hier noch ein paar Tage dran gehangen und euch direkt an meinen Abenteuern teilhaben lassen. Aber irgendwann finde ich schon Zeit für meinen Blog – auch wenn es erst in Neuseeland ist…HAHA).

Keine Zeit verlieren, weiter geht’s nach Mossel Bay (Siehe Karte oben). Hier liegt der Hund begraben und nach nur einer Nacht zieht es uns weiter naaaaachhhhh Wilderness. Hier ist es richtig schön – und das Beste – das Zimmer hat eine Heizung – finally. Schon das ist ein Grund, länger zu bleiben.

Lass dich nicht unterkriegen – sei frech und wild und wunderbar…

In Wilderness ist der Name Programm! Auch hier ist nicht viel los, außer Cricket spielender Rentner und einer süßen kleinen Bar. Nach meinem letzten Glas Wein (ok, es waren vermutlich 5 letzte Gläser…) und neuen Bekanntschaften, an die ich mich am nächsten Tag nur noch schwach erinnern kann, führt uns Vicki – die Jüngste, aber Vernünftigste der Runde – wieder zurück in unser kuschelig warmes Hostelzimmer.

Mit einem gescheiten Hangover geht es am nächsten Tag nach Oudtshorn ins Landesinnere. Noch nicht ganz nüchtern und Macht der alten Gewohnheit, fahren wir ein Weilchen auf der rechten, statt der linken Spur… aber ich kann euch beruhigen.. nix passiert und nein, nicht ich bin gefahren, nach einem kurzen Schreck sind wir alle wieder wach und bereit für das nächste Abenteuer.

Erster Stopp ist eine Ostrich-Farm – zu deutsch hier gibt es Sträuße und zu meiner Überraschung auch zwei Giraffen. Meine beiden Begleiter schwingen sich nach kurzem Zögern auf einen der Sträuße und reiten diesen für gefühlte dreißig Sekunden. Ich, als derzeitiger Semi-Vegetarier lasse dieses Abenteuer ausnahmsweise mal aus.

Giraffen brauchen nur eine halbe Stunde Schlaf. Würde ich so wenig schlafen, hätte ich auch so einen Hals… (webfail.de)

Die nächste Aktion lässt nicht lange auf sich warten. Die beiden überreden mich eine Höhlen-Abenteuer-Tour zu machen. Nach den gefühlten zehntausend Höhlen in Asien, habe ich mir eigentlich geschworen, kein Geld mehr für Höhlen auszugeben, aber gut.. in Afrika habe ich ja noch Keine von innen gesehen. Und ich kann nur sagen: Vielen Dank liebe Vicki! Es war wirklich eine Abenteuer-Höhlen-Wanderung vom Feinsten – nix für Klaustrophobiker oder Übergewichtige – ich bin Gott sei Dank nicht stecken geblieben – doch noch schlank und rank genug…puhhh…

Fürchte dich nicht langsam zu gehen, Fürchte dich nur stehen zu bleiben…

Keine Zeit für Pausen, denn es geht schon wieder weiter nach Plettenberg! Hier habe ich meinen absoluten Lieblingsplatz gefunden: Ein Badezimmer vom Allerfeinsten! Luxus pur für kleines Geld. Das Hostel war ausgebucht und nur noch die Suite stand zur Verfügung – traurig, ich weiß— Der Inhaber ist ein Schatz und gibt uns diese für den Dorm-Preis! Ein Traum wird war – schwuppdiwupp verziehe ich mich für ein paar Stündchen ins Badezimmer und genieße die Aussicht ganz für mich alleine… Nach 5 Monaten Low Budget Reise kommt mir das gerade sehr gelegen. In diesem Hostel könnte ich ewig bleiben. Nachdem mir der Inhaber einen Job anbietet, überlege ich tatsächlich ein paar Wochen zu bleiben, aber… hier ist es mir dann doch zu kalt und ich ziehe weiter…

Vorletzter Stopp ist das Island Vibe in Jeffreys Bay. Hier gibt es heiße Surferboys, Luxus für die Haare, und Golf für Amateure. Es ist wirklich cool, aber zugegebener Maßen gehen wir uns alle langsam auf den Keks. 24 Stunden aufeinander hocken war noch nie mein Ding und ich freue mich zugegebener Maßen schon auf den letzten Stop in Port Elizabeth.

Für unseren “Fahrer” endet hier der Urlaub und es geht zurück in die Heimat. Und wie geht es für mich weiter?

Mein Motto ist und bleibt: Der Plan ist, keinen Plan zu haben.

Zeit für ein bisschen Wellness..

WELLNESS FÜR KÖRPER UND GEIST…

Was natürlich nicht fehlen darf, ist eine originale Thai Massage. Alle paar Meter hörst du hier das Wort „Massasch“. In den Schaufenstern siehst du zig Touristen, die sich gerade die Beine massieren lassen. Da meine Füße aufgrund meiner nicht wirklich anspruchsvollen Aktivitäten in den letzten Tagen, keine Massage bedürfen, entscheide ich mich für eine Rückenmassage. Zu Beginn läuft alles ganz super, bis die Masseurin mit vollem Körpereinsatz an mir rumzerrt. Das war ein seltsames Gefühl, aber naja.. was soll ich sagen, nachher fühle ich mich besser.

Was mich schon länger reizt, sind die kleinen „Fischis“, die an den Füßen rumknabbern. Die Leute, die ich dabei beobachte, sehen eigentlich recht entspannt aus. Wahrscheinlich spürt man die Fische kaum. Auch das kann ich mir nicht entgehen lassen. Mutig setze ich mich vor das Becken und tunke langsam meine Füße ins Wasser. So schnell wie die wieder draußen waren, können die Fischis gar nicht gucken. Ich will die kleinen Biester wirklich nicht erschrecken, aber es ist ein äußerst seltsames Gefühl, muss ich zugeben. Du spürst jedes Detail, sogar die kleinen Beißerchen, die hemmungslos an dir rumknabbern. Ich weiß nicht, wie viele es sind, aber definitiv genug. Seht selbst…